Wissensmanagement im Unternehmen

Umdenken ohne umzukrempeln

16.07.2010 // Fachartikel
Wissensmanagement ist ein Innovationstreiber mit viel Potenzial
Wissensmanagement ist ein Innovationstreiber mit viel Potenzial

Wissensmanagement ist kein Luxus oder Nice-to-Have, es ist die entscheidende Voraussetzung, um dem Wettbewerbsdruck am Markt erfolgreich zu begegnen und den Vorsprung vor dem Mitbewerb zu erreichen. Mit dem richtigen Wissen um die Grundlagen, lässt sich das passende System für die spezifische Organisation erfolgreich auswählen, einführen und einsetzen.

Die Palette der potenziellen Anwender von Wissensmanagement reicht von der Denkfabrik bis zum Produktionsunternehmen. Wissensmanagement ist keine IT-Lösung, die in unterschiedlichsten Unternehmen bzw. Organisationsbereichen gleichförmig eingesetzt werden kann. Wissensmanagement heißt in einem Unternehmen immer Change Management der Struktur, Kultur und IT. Auch wenn sich bislang Unternehmen mit der praktischen Umsetzung schwer tun: Am grundsätzlichen Bedarf kommt keiner mehr vorbei. Der Wissens- und Ideenanteil an neuen Produkten betrug noch bis vor einigen Jahren rund 10 %, die anderen 90 % entfielen auf andere Ressourcen wie Kapital, Produktionsmittel und vor allem Arbeitskraft. Heute beträgt der Anteil an Wissen und Innovationen bis zu 60 %. Ein großer Anteil dieses Wissens steckt nur in den Köpfen der Mitarbeiter.

Neue Methoden und Werkzeuge müssen die vorhandenen Verhältnisse berücksichtigen und sich sowohl in die Struktur und Kultur des Unternehmens integrieren lassen als auch diese weiterentwickeln. Jedes Wissensmanagementvorhaben muss die folgenden Bedingungen berücksichtigen: Die zu erreichenden Ziele müssen festgelegt sein. Vor der Auswahl- und Einrichtungsphase muss die Unternehmensstruktur und -kultur analysiert und priorisierte Maßnahmen für Veränderungen definiert sein. Der systematische Umgang mit Wissen muss legitimiert sein und als normaler Bestandteil des Tagesgeschäfts verstanden werden. Mitarbeiter sollten verstehen, dass ihr Wissen für das Unternehmen wichtig ist. Sie sollten aber auch das Gefühl vermittelt bekommen, dass dieses Wissen geschätzt wird. Umgekehrt sollten Verantwortliche verstehen, dass dieses Wissen eine wertvolle Ressource ist und ein systematischer Umgang mit der Ressource Wissen notwendig ist. Erfolgreiche Unternehmen haben diese Ressource schon immer besser eingesetzt und mobilisiert als die Konkurrenz.

In der Praxis

Es gibt kein Standardverfahren, um das Wissen der Mitarbeiter in betriebliche Prozesse zu integrieren. Die in-GmbH hat über 15 Jahre Erfahrung, Wissensmanagement in Unternehmen einzuführen und zu integrieren. Die eingesetzte Methode besteht aus mehreren Schritten. Im ersten Schritt werden gemeinsam mit dem Kunden die relevanten Rahmenparameter unter Berücksichtigung der Unternehmensstruktur und -kultur sowie der Wissensprozesse ermittelt, wobei die Befragung der Mitarbeiter in Interviews und Workshops schon deren Integration in den Auswahlprozess unterstützt. Auf der Basis der ermittelten Ergebnisse schlägt der IT-Dienstleister Lösungen vor und erläutert die Vor- und Nachteile der infrage kommenden Umsetzungsempfehlungen und Systeme. Im dritten Schritt wird die Umsetzung der abgeleiteten Maßnahmen geplant, begleitet und realisiert. Die gegebenenfalls ausgewählten Softwarewerkzeuge werden konfiguriert und eingeführt und zwar so, dass sie sich in die bestehende IT-Infrastruktur integrieren.

Eine geeignete IT-gestützte Wissensplattform muss verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Mitarbeiter sollen über diese Plattform einen einfach anwendbaren Kanal zur Verfügung gestellt bekommen, der die methodisch abgeleiteten Maßnahmen effektiv unterstützen kann. Außerdem muss die Plattform ein Teil des täglichen Systemumfelds werden. Hierzu gehört die Integration in das bestehende Intranet, eine Rollen- und Berechtigungsverwaltung sowie die Einrichtung von Schnittstellen zu bestehenden Informationssystemen. Ein Beispiel einer solchen Wissensplattform ist Atlassian Confluence. So ein Produkt bietet:

· eine zentrale Wissensdatenbank für die Aggregation von Wissen im Unternehmen

· eine Plattform für den einfachen Austausch der Mitarbeiter untereinander

· ein Werkzeug zur Förderung der Zusammenarbeit von Teams

· Bereitstellung von mehreren arbeitsgruppen- oder fachbezogenen Wikis mit übergreifender Suchfunktion

Des Weiteren zeichnet sich so ein Werkzeug durch eine hierarchische Strukturierung der Inhalte, einen WYSIWYG-Editor für komfortable und leichte Erfassung, ein Berechtigungskonzept und die Möglichkeit zur Anbindung an zentrale Corporate Directories aus.

Die in-GmbH bietet neben geeigneten IT-Lösungen, auch weitergehende Services wie Dimensionierung und Installation, Erstellung und Implementierung von Ausfallsicherungskonzepten sowie das Coaching der entsprechenden Mitarbeiter im Unternehmen. Eine technische Wissensplattform kann jedoch die strukturellen und kulturellen Maßnahmen nicht ersetzen. Eine Kultur des Vertrauens und Wertschätzung von geistigen Beiträgen, die Förderung von Kritikfähigkeit sowie das aktive Zulassen von Fehlern oder Unvollständigkeiten ist eine notwendige Bedingung.

Online-Info www.cav.de/0710403


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