Rätsel Juli 2010


So ein Pech: Unser Wohltäter dreht uns den Rücken zu. Aber wer ist der kleine Mann da?

Wohltäter der Menschheit

Nein, es war nicht die Büchse der Pandora, die die Veranstalter auf der Weltausstellung in London öffneten. Stattdessen – Wunder, oh Wunder – entnahm man dem Behälter eine Art Brotzeit. "Erfinder sind die wahren Wohltäter der Menschheit und verdienen größere Ehre als die, welche beweinenswerte Schlachten lieferten und große Länder eroberten", lässt Karl Julius Weber seinen Demokrit ausrufen. Wen er dabei wohl im Auge hatte? Zu seiner Zeit traten große Erfinder ebenso wie große Kriegsherren auf. Und manche der Erfinder arbeiteten für große Kriegsherren. Der gesuchte Zuckerbäcker machte nur eine einzige Auftragserfindung und wurde hernach von seinem Auftraggeber zum Wohltäter der Menschheit ernannt. Eigentlich ist seine Idee so simpel, dass man sich fragt, warum man nicht früher drauf kam. Hausfrauen in aller Welt sind seine getreuen Haushalter und sorgen dafür, dass sein Wissen nicht in Vergessenheit gerät. Seine Erfindung hat übrigens die Taten seines Auftraggebers überlebt und durfte 2007 ihren 200. Jahrestag feiern. Ob noch öffnungsfähige Originale existieren, ist nicht bekannt. Wie heißt der Wohltäter, dessen Erfindung noch heute im Umlauf ist?


Wissen Sie die Lösung? Dann senden Sie uns den Namen des Wohltäters zu, den wir suchen.

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Text-Überprüfung

 Gewinnen Sie im Juli 2010

 

   

 1. Preis:     Ein Jahresabo "bild der wissenschaft"

 2. Preis:     Ein 3D-Laserbild in Kristallglas (Weltall)

 3. Preis:     Ein Buch "Irren ist bequem" 


 Lösung Juni 2010


Mit diesem Gerät  brauchte eine Meldung 1849 eine Stunde von Frankfurt nach Berlin

High Voltage Rock´n´Roll

Wer etwas auf sich hielt, der beschäftigte sich im Europa des Jahres 1848 mit Politik. In Böhmen, Ungarn, Polen und Italien tobte der Kampf um nationale Unabhängigkeit. In Deutschland tagte die Nationalversammlung in der Paulskirche und schuf eine deutsche Verfassung. Leider war alles vergebens, denn die Galionsfigur sagte: „Ohne mich“. Das Interessante daran war, dass er seine Entscheidung bereits fällte, bevor er offiziell gefragt wurde. Stichwort: Informationsvorsprung. Aber wie? Weil zwei tüftelten, während andere politisierten. Einer der beiden Tüftler war ein großer Visionär, der übrigens später auch in die Politik ging. Er wurde als vierter Sohn geboren, brach seine Schullaufbahn ab und richtete im Gefängnis sein erstes Labor ein. Seine Experimente sind heute Bestandteil jeder anständigen Ingenieursausbildung. Und auf ihn darf wohl auch exemplarisch deutscher Erfindungsgeist und der Ruf deutscher Wertarbeit im Ausland zurückgeführt werden. Naturwissenschaftler haben ihn verewigt- doch mit im Laufe der Zeit widersprüchlichen Aussagen. Wie heißt der börsennotierte Herr?


Speerspitze des Standorts Deutschland

Solche Unternehmer wünscht sich die Politik heute wieder: Die erste europäische Telegrafenverbindung von Frankfurt nach Berlin bauten Johann Georg Halske und Werner (später von) Siemens (1816 – 1892). Eine Sensation: Die Delegation der Nationalversammlung brauchte etwa eine Woche um dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die Kaiserwürde anzutragen, er selbst wusste es schon eine Stunde nach dem Entschluss. Da blieb ihm reichlich Zeit zu überlegen … Willkommen in der Informationsgesellschaft.

Siemens war ein Fan des elektrischen Stroms. Er entwickelte Dynamos, Generatoren, Telegrafen, Lokomotiven und, und, und. Seine Erfinderkarriere startete er mit einem Galvanisier-Verfahren, auch die Idee isolierter Stromkabel stammte von ihm. Siemens war übrigens nicht nur technisch ein Innovator, sondern er führte lange vor dem Staat soziale Sicherungssysteme für seine Mitarbeiter ein und Incentives für seine Führungskräfte.

Ursprünglich fungierte die Einheit Siemens als Widerstandangabe, heutzutage aber hat ihm das Ohm den Rang abgelaufen und Siemens fungiert als Einheit des Leitwerts. Sein Unternehmen existiert natürlich heute immer noch als eine der größten deutschen Firmen.


 Die Gewinner des Juni-Rätsels

 

    1. Preis:     Über ein Jahresabo "Damals" freut sich Martina Mergl. 

    2. Preis:     Einen Damals-Sonderband - Stationen europäischer

                       Geschichte gewinnt Jürgen Marowsky.

    3. Preis:     Ein Schach-Set erhält Regina Gesslein.

 

    Viel Spaß mit den Gewinnen wünscht die Online-Redaktion!!!

 


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