
Nein, nein, das darfst Du nicht!
Der Vater ein Biochemiker, der Patenonkel ein berühmter Physiker. Beide vererbten offensichtlich nicht nur einen Teil ihres Namens an den pfeiferauchenden Sprößling. Wahrscheinlich wurde das Kind mit genügend Kreiseln als Spielzeug gefüttert. Und hörte zu oft: Nein, nein, das darfst Du nicht! In Verbindung mit den Genen lag da doch der Werdegang auf der Hand: Nobelpreis. Und jetzt kommt das Beste: Er schrieb selten wissenschaftliche Veröffentlichungen, die für einen Ruf in der Fachwelt doch so dringend nötig waren. Stattdessen schrieb er an seine Freunde Briefe. Diese nahmen die Ideen auf und ließen sie in ihre Arbeiten einfließen. Es schien ihn nur wenig zu kümmern, dass andere sich seine Lorbeeren unter den Nagel rissen.
Sein Göttinger Mentor schrieb über seinen ehemaligen Assistenten an Einstein: „Der Bericht ist nicht ganz vollständig. Ich erinnere mich, dass er lange zu schlafen liebte und mehr als einmal die Vorlesung um 11 Uhr verpasste. Wir schickten dann unser Hausmädchen um halb 11 zu ihm, um sicher zu sein, dass er auf sei. Er war ohne Zweifel ein Genius ersten Ranges; aber meine Besorgnis‚ einen so guten Assistenten werde ich nie mehr kriegen, war doch unberechtigt. Sein Nachfolger war ebenso genial und dabei gewissenhafter: ihn brauchten wir nicht wecken zu lassen oder sonst an seine Pflichten erinnern.“
Er war aber auch als Perfektionist bekannt und geißelte Fehler seiner Kollegen auf Schärfste. Diesen Ruf erarbeitete er sich bereits in der Schulzeit: Sein Lehrer (übrigens auch ein späterer Nobelpreisträger) erkannte in einer Unterrrichtsstunde einen Fehler, konnte ihn aber nicht korrigieren. Hilfesuchens wandte er sich an seinen Schüler: "Sagen Sie mir schon, wo der Fehler ist. Sie wissen es doch längst". Übrigens wird berichtet, dass in seiner Gegenwart häufig komplizierte experimentelle Apparaturen versagten oder völlig den Geist aufgaben. Wer ist der Namensgeber für diesen Effekt?