Schweizer Medizinmann

Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim wurde wahrscheinlich 1493 in Einsiedeln im Kanton Schwyz geboren. Was, kennen Sie nicht? Er hätte sich auch einen einfacheren Namen aussuchen können. Hat er auch, aber erst später: Paracelsus.
Sein Vater war Mediziner und so trat er in seine Fußstapfen. Das Studium in Deutschland war ihm zu sehr von versteinerten Meinungen geprägt. Antike Ärzte wie Galen oder Hippokrates waren über jeden Zweifel erhaben. Nicht so in seinen Augen. Sein Lebensmotto " Alterius non sit, qui suus esse potest - Keiner sei einem anderen hörig, der sein eigener Herr sein kann!" unterstreicht seine Haltung, eigene Erfahrungen zu machen. Er ging nach Ferrara und promovierte dort zum "Doktor beider Arzneien". Anschließend reiste er auf verschiedenen Pilgerstraßen und als Militärarzt mehrere Jahre lang umher und durchstreifte dabei ganz Europa, von Spanien bis Schweden, von Russland bis Kroatien. 1524 kam er erstmals nach Salzburg. Dort nahm er Anstoß an den sozialen und religiösen Zuständen in der Stadt. Eine theologische Schaffensperiode schloss sich an. 1525 floh er vor dem Erzbischof, weil er in die Bauernaufstände verwickelt war. 1527 erhielt er eine Professur in Basel, wo der "Luther der Medizin" es wagte, eine deutschsprachige Vorlesung über Geschwüre und ihre Heilung zu halten. Er floh und kam 1529 nach Nürnberg, wo er erstmals als Paracelsus publizierte. Am Schluss seines Lebens kam er nochmal nach Salzburg, wo er abermals theologische Schriften über Sozialethik anfertigte und 1541 starb.