Derzeit kann der 4-Draht-Transmitter Liquiline M CM442 acht verschiedene Parameter messen: pH (Glas-, Isfet- und Keramik-Technologie), Redox, konduktive und induktive Leitfähigkeit, Trübung, Nitrat, gelösten Sauerstoff, Chlor und SAK (spektraler Absorptionskoeffizient). Künftig wird dieses Portfolio um die ionenselektive Elektrode (ISE) erweitert, mit der sich gleichzeitig Ammonium, Nitrat und pH-Wert bestimmen lassen. Im ersten Schritt sind zwei Sensoren in beliebiger Kombination anschließbar, bei späterem Vollausbau bis zu acht. So lassen sich die Messstellen mit weniger Messumformern betreiben, wodurch der Wartungsaufwand deutlich reduziert wird.
Einfache Bedienung
Der Multiparameter-Controller Liquiline M CM442 verfügt über ein hintergrundbeleuchtetes, kontraststarkes Grafikdisplay. Sowohl die große Messwertanzeige in Klartextdarstellung als auch die rote Displaybeleuchtung im Alarmfall sind weithin sichtbar und tragen so zur Prozesssicherheit bei. Zusätzlich unterstützen die klar und einfach formulierten Handlungsanweisungen im Fehlerfall eine schnelle und gezielte Ursachenbehebung und leisten so einen Beitrag zu erhöhter Messstellenverfügbarkeit. Ergänzt durch die vier Softkeys ermöglicht der bewährte Dreh-Drückknopf schnelles Navigieren durch das zunächst in acht Sprachen (englisch, deutsch, französisch, italienisch, spanisch, portugiesisch, niederländisch und chinesisch) angebotene Softwaremenü. Die optional erhältliche SD-Karte bietet gleich mehrere nützliche Funktionen: Zum einen kann auf ihr die kundenspezifische Parametrierung als Backup gespeichert und auch auf andere Geräte schnell übertragen werden. Zum anderen können Software-updates per E-Mail verschickt werden, die sich mit der SD-Karte einfach auf das Gerät aufspielen lassen.
Modular konzipierte Hardware
Im ersten Schritt ist es möglich, zwischen zwei Netzteilmodulen zu wählen, die jeweils mit zwei Memosens-Eingängen für digitale Sensoren, SD-Slot, Alarmrelais und zwei Stromausgängen in einem Modul zusammengefasst sind. Ein weiteres, optional bestellbares Modul, bietet zusätzlich je zwei Relais, die sich beispielsweise für eine Reinigungsfunktion verwenden lassen, sowie zwei Stromausgänge, mit denen unter anderem weitere Messwerte (Temperatur, Rohmesswert, …) an das Prozessleitsystem ausgegeben werden können. Beim späteren Vollausbau hat der Anwender dann die Qual der Wahl: Bis zu acht Memosens-Eingänge, ebenso viele Relais- und Stromausgänge, Controllermodul, Profibus PA und DP, Foundation Fieldbus, Modbus, Ethernet, WLAN und GPRS. Erweiterung und Funktionswechsel sind denkbar einfach: Modul einschieben, anschließen, fertig. Die intelligente Software erkennt die Module und deren Funktionalität automatisch. So ist es nur noch erforderlich, die wenigen prozessspezifischen Einstellungen vorzunehmen. Zudem ermöglicht die Architektur des Bedienmenüs schnelle und intuitive Navigation durch eine flache Struktur. So ist mit wenigen Klicks das Ziel erreicht. Auch die Einarbeitung fällt leicht, da Gleiches gleich gemacht wurde. So sind die Parameter- menüs für pH, Leitfähigkeit oder Trübung plattformübergreifend identisch aufgebaut, gleiches gilt auch für die Ausgänge. Das robuste Kunststoffgehäuse mit IP 66- und IP 67-Klassifizierung bietet absolute Dichtigkeit gegen Staub und Flüssigkeit.
Digitale Signalübertragung
Die in jeder beliebigen Kombination anschließbaren Sensoren kommunizieren mit dem Controller über das betriebsbewährte Memosens-Protokoll. Diese digitale Technologie ermöglicht die Speicherung vieler Informationen im Sensorkopf – eine weitere Erleichterung für die Benutzer, denn der Controller liest diese Informationen automatisch aus und verarbeitet sie. So können beispielsweise die Sensoren im trockenen und warmen Labor vorkalibriert werden und müssen dann bei Wind und Wetter an evtl. schwer zugänglichen Stellen nur noch angesteckt werden. Das maximiert die Verfügbarkeit der Messstelle und auch die Sicherheit der Mitarbeiter. Auch das Eindringen von Feuchtigkeit und die daraus resultierende Korrosion und Salzbrücken sind vorbei. Sowohl bei Festkabelsensoren mit Memosens-Protokoll (Trübung, Nitrat, Sauerstoff amperometrisch und Leitfähigkeit induktiv) als auch bei Sensoren mit dem patentierten Memosens-Stecker hat Feuchtigkeit dank induktiver Signalübertragung keine Chance. Die Messwerte werden zuverlässig und unterbrechungsfrei an den Messumformer übergeben.


